Inhalt Law and Economics

Law and Economics

Das Fachgebiet untersucht im Bereich „Law and Economics“ die „optimale“ Ausgestaltung der Regulierung des Kapitalmarktes. Für dieses müssen die Interessen der Kapitalnehmerseite mit denen der Investoren bestmöglich ausbalanciert werden, um auf diese Weise ein effizientes Funktionieren des Kapitalmarktes sicherzustellen.

Die aktuelle Studien betreffen zwei Schwerpunkte: So gilt es bei der positiven Normsetzung zunächst, im Kapitalmarkt Ineffizienzen verursachende Informationsasymmetrien, bspw. durch die regulatorische Vorgabe von Offenlegungspflichten, abzubauen. Da ein „Mehr“ an Informationen jedoch nicht zwangsläufig zu effizienteren Marktergebnissen führt („Information Overload“), müssen die Informationsbereitstellungs- und –verabeitungsprozesse im Kapitalmarkt genau verstanden werden, um mit adressatengerechten Regelungen das Marktergebnis im gewünschten Maße zu beeinflussen.

Da jede normative Vorgabe jedoch nur so wirksam ist, wie der dahinterstehende Durchsetzungsmechanismus, befasst sich der zweite Forschungsschwerpunkt mit der Frage nach Möglichkeiten, die normgerechnet Anwendung der Kapitalmarktregulierung in der Praxis sicherzustellen. Diese umfassen proaktive Systeme, die primär auf Abschreckungseffekte setzen (bspw. das „Enforcementsystem“ der Rechungslegung) genauso wie die reaktiven Methoden der „Forensic Finance“, die bspw. im (Verdachts-)Falle von Marktmanipulation zum Einsatz kommen.

Research Coordinator

Marc Berninger